Geöffnete E-Rechnung als dicke Papierkiste mit der Aufschrift „winball.de“, aus der technische XML-Fehlermeldungen und Error-Codes herausquellen; auf einem Schreibtisch liegen verstreut Werkzeuge wie Schraubenzieher und Zange – Symbolbild für das Analysieren und Verstehen von Validator-Fehlermeldungen bei E-Rechnungen.

E-Rechnungen prüfen – Fehlermeldungen vom Validator endlich verstehen

Wer E-Rechnungen mit dem eRechnungs-Validator prüft kennt das Problem: Der Validator meldet Fehler – oft korrekt, aber schwer verständlich. Zeilennummern, kryptische Regel-IDs, technische XML-Hinweise. Was genau falsch ist, bleibt häufig unverstanden.

Besonders frustrierend wird es, wenn man das XML öffnet: Man sieht hunderte Zeilen, aber nicht, welche davon den Fehler verursacht.
Der Validator weiß es – der Mensch nicht. Die Folge: Trial-and-Error, blindes Umstellen von Feldern oder pauschales „nochmal exportieren“. Beim Validator sehen wir sehr häufig, dass Rechnungen mehrfach hochgeladen werden – immer wieder mit demselben Fehler.

Neue Funktionen beim eRechnungs-Validator

Bei ungültigen E-Rechnungen erscheint im Prüfergebnis jetzt eine zusätzliche Fehlerliste. Über das Fehlerlisten-Symbol können alle gefundenen Fehler direkt geöffnet werden. Erst hier setzt die eigentliche Erweiterung des eRechnungs-Validators an: Fehlermeldungen sind nun direkt mit der betroffenen XML-Stelle verknüpft. Jeder Fehler kann im Dokument lokalisiert, angezeigt und überprüft werden – ohne Rätselraten.

Das bedeutet:

  • jede Fehlermeldung ist einer konkreten Stelle im XML zugeordnet
  • das XML wird lesbar dargestellt
  • Fehler lassen sich gezielt im Dokument anzeigen
  • typische Schema- und Strukturfehler werden einfach verständlich erklärt

Der Validator sagt nicht mehr einfach nur „falsch“, sondern zeigt wo und warum. Gerade bei häufigen Fehlern – etwa: falscher Elementreihenfolge, fehlenden Pflicht-Elementen oder ungültiger XML-Struktur wird sofort sichtbar, welches Element an der falschen Stelle steht und was dort laut Schema erwartet wird.

Kurzanleitung: So nutzen Sie die neue Fehleransicht

  1. E-Rechnung wie gewohnt hochladen
  2. Prüfung startet automatisch
  3. Bei Fehlern links unten auf „Fehlerliste“ klicken
  4. Das XML-Overlay öffnet sich automatisch
  5. In der Fehlerliste:
    • auf „im XML zeigen“ klicken
    • die betroffene Stelle wird im XML markiert
  6. Optional:
    • Fehlermeldung aufklappen
    • Zusatzhinweise (falls vorhanden) per (i) anzeigen

So sehen Sie sofort, was korrigiert werden muss – ohne Rätselraten.

Wie sind die Erklärungen (i) aufgebaut?

Die Erklärungen hinter dem (i)-Symbol sind bewusst verständlich und nicht technisch formuliert.
Sie richten sich nicht an XML-Spezialisten, sondern an Menschen, die verstehen wollen, was an ihrer Rechnung fachlich oder strukturell nicht stimmt.

Wichtig: Nicht jeder Fehler hat bereits eine Erklärung. Der Validator erkennt sehr viele unterschiedliche Regelverletzungen, aber erklärende Texte entstehen schrittweise – Fehler für Fehler. Wenn bei einem Fehler kein (i) angezeigt wird, ist das kein Bug, sondern bedeutet: Für diese Regel existiert noch keine verständliche Beschreibung.

Wir bauen diese Erklärungen kontinuierlich aus. Wenn Ihnen bei einem bestimmten Fehler eine Erklärung fehlt, schreiben Sie es gern in die Kommentare – genau solche Hinweise helfen uns, die nächsten Erklärungen gezielt zu ergänzen.

Fazit

Klassische Validatoren beantworten nur eine Frage: gültig oder ungültig. Sie liefern Regeln, Zeilennummern und Fehlermeldungen – aber keine echte Hilfe bei der Einordnung.

Mit der neuen Fehleransicht wird aus dem Validator ein Analyzer: Fehler werden im XML sichtbar gemacht, lokalisiert und – wo möglich – verständlich erklärt. Das ersetzt kein Fachwissen und keine saubere Implementierung. Aber es verhindert Blindflug, Trial-and-Error und das wiederholte Hochladen derselben Rechnung mit demselben Fehler. Kurz gesagt: Nicht mehr nur „falsch“ – sondern „was genau falsch ist und warum“.

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